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Dialog 3/5 am 19. Oktober 2017: "Dynamik für unsere Alpenflüsse"

Warum brauchen wir die Wildheit der Flüsse?
Warum müssen wir die Natur am Fluss steuern?

Zwanzig konkrete Projektideen für unsere Alpenflüsse – da schau her!
  

Dialogreihe 2017 Uferzone an der Ammer
Foto: Wolfilser
© fotolia.com / Wolfilser

Die ausführliche Dokumentation zur Veranstaltung finden Sie hier ab Anfang/Mitte Dezember 2017.

17 Ideen für die Zukunft der Alpenflüsse

Wie können die Flüsse Lech, Ammer, Isar und Loisach als natürliche Lebensadern mit einer hohen Artenvielfalt erhalten oder wieder in diesen Zustand versetzt werden? Konkrete Projektideen dafür standen im Mittelpunkt des dritten Dialogforums, das am 19. Oktober im Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) im Kloster Benediktbeuern stattgefunden hat.

Mit rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging die Dialogreihe zum Hotspot-Projekt „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“ in die dritte Runde. Michael Asam, stellvertretender Bezirkstagspräsident von Oberbayern, freute sich bei seiner Begrüßung über die rege Beteiligung von Akteuren aus verschiedensten Institutionen und machte klar, wie wichtig das Gespräch zwischen den Beteiligten ist. „Wir können nur gemeinsam etwas für unsere Flüsse erreichen“, hob Asam hervor. Der Dialog zwischen kommunalen Gebietskörperschaften und staatlichen Behörden, Naturschutz-, Landwirtschafts- Sport- und Tourismusverbänden sowie anderen Interessensgruppen ist Kern des auf sechs Jahre angelegten Prozesses. Ziel ist, die Situation der vier Alpenflüsse mit ihren stark gefährdeten Ökosystemen dauerhaft zu verbessern.

Zur Halbzeit des Hotspot-Projekts stellte der Projektleiter Dr. Wolfgang Hug vom koordinierenden Verbundpartner WWF die Broschüre „Es tut sich was“ vor. Sie zeigt zu jedem Fluss Ideen für konkrete Maßnahmen auf, die im Rahmen des Projekts erarbeitet wurden. Ausführlichere Informationen liefert die Langversion der Broschüre „Alles im Fluss“. So sollen am Lech unter anderem technische Lösungen gefunden werden, damit Fische wieder darin wandern können. An der Ammer will man versuchen, alte Flussschleifen wieder anzubinden. Die intensive Freizeitnutzung der Isar soll durch Kooperationen von Naturschutz- und Tourismusvereinen sowie durch ökologische Ausbildungsprogramme in positive Bahnen geleitet werden. Und an der Loisach hat man sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Auwald-Reste zu verbreitern. „Im nächsten Schritt geht es nun darum, die geplanten und begonnenen Maßnahmen umzusetzen“, erklärte Hug.

In ihrem Fachvortrag mit dem Titel „Warum brauchen wir die Wildheit der Flüsse?“ plädierte Dr. Christine Margraf für das Nicht-Eingreifen in die natürlichen Prozesse von Ökosystemen. Würde man Flüsse renaturieren, so die Artenschutzreferentin beim Bund Naturschutz in Bayern, könnten dadurch von selbst neue Lebensräume entstehen. Dr. Luise Schratt-Ehrendorfer vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung an der Universität Wien gab im Rahmen des zweiten Fachvortrags allerdings zu bedenken, dass man je nach Beschaffenheit des Flusssystems „nicht nur zuschauen, sondern dynamisieren“ sollte.

Der interaktive Teil der Veranstaltung lud zur Diskussion der vorgestellten Projektideen für Lech, Ammer, Isar und Loisach ein. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich auszutauschen und für eine weitere aktive Beteiligung anzumelden – hier brachten sich viele mit großem Interesse ein. Informativ und unterhaltsam zugleich war das abschließende Quiz mit fachlichen Fragen zu den Alpenflüssen.

Die Ergebnisse der "Hotspotkonzeption", die im Rahmen des Verbundprojektes für Isar, Loisach, Ammer und Lech erarbeitet wurden, finden sich in einer Langfassung "Alles im Fluss. Perspektiven für Isar, Loisach, Ammer und Lech" (100 Seiten) und einer kurzen Broschüre "Es tut sich was. Lech. Ammer. Isar. Loisach". Beide Dokumente stehen zum Download zur Verfügung.

Programm

14.00 Uhr

Begrüßungskaffee
Informationsstände und Ausstellung zum Hotspot-Projekt

14.30 Uhr

Begrüßung
Pater Karl Geißinger | Rektor des Zentrums für Umwelt und Kultur
Michael Asam | Stellv. Bezirkstagspräsident von Oberbayern

Einführung
Dr. Wolfgang Hug / Koordinierender Projektleiter Hotspot-Projekt Alpenflusslandschaften

Vortrag:
Warum brauchen wir die Wildheit der Flüsse?
Dr. Christine Margraf / Artenschutzreferentin Bund Naturschutz in Bayern e.V.
„Das flusstypische, kleinräumige und zeitlich-räumlich wechselnde Mosaik an Standorten mit hoher Artenvielfalt schafft am besten der Fluss selbst.“

Vortrag:
Warum müssen wir die Natur am Fluss steuern?
Dr. Luise Schratt-Ehrendorfer, Department für Botanik und Biodiversitätsforschung Universität Wien
„In hydrologisch veränderten Flusslandschaften müssen zum Erhalt auentypischer Standorte oftmals steuernde Maßnahmen gesetzt werden.“

Diskussion

Pause


Marktplatz mit Planungstisch und Themenecken
Vorstellung von je fünf Projektideen für Ammer, Isar, Lech und Loisach sowie Diskussion verschiedener Strategien zur Umsetzung.
19:30 Uhr

Ausklang mit kleinem Imbiss


Moderation
Wolfgang Suske | suske consulting, Wien


Bildmaterial zum Download

Auf einem Marktplatz wurden 17 Projektideen zu den Alpenflüssen vorgestellt.

Foto: Manfred_Neubauer

Copyright: Bezirk Oberbayern

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Bei allen Projekten können Bürgerinnen und Bürger mitmachen. Hier Matthias Luy vom Landesbund für Vogelschutz im Gespräch mit einer Teilnehmerin.

Foto: Manfred_Neubauer

Copyright: Bezirk Oberbayern

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von links: Dr. Wolfgang Hug, Leiter des Hotspot-Projekts, der Stellvertretende Bezirkstagspräsident von Oberbayern, Michael Asam, Dr. Luise-Schratt Ehrendorfer vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien und die Artenschutzreferentin vom Bund Naturschutz Bayern, Dr. Christine Margraf.

Foto: Manfred Neubauer

Copyright: Bezirk Oberbayern

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Ansprechpartner/in

Ina Stenzel
Umweltbeauftragte
Telefon: 089 2198-32300
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Petra Dörrbecker
Umweltbeauftragte
Telefon: 089 2198-32300
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Zentrum für Umwelt und Kultur
Zeilerweg 2
83671 Benediktbeuern
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