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Kategorie: Gesundheit
19.03.2019

Kultur des Hinschauens

Bezirk Oberbayern veröffentlicht Handreichung zur Gewaltprävention

Menschen mit Behinderungen werden in Einrichtungen der Behindertenhilfe engagiert und kompetent unterstützt, begleitet und gefördert. Sie können dort aber auch Opfer von Fremdbestimmung und Gewalt werden. Das Gremium Gesundheits-, Sozial- und Versorgungsplanung (GSV) des Bezirks Oberbayern hat sich deshalb in einem Projekt mit Gewaltprävention beschäftigt. Entstanden ist eine Handreichung zum Umgang mit und zur Vermeidung von Gewalt in oberbayerischen Einrichtungen.

Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe ist zwar nicht häufig. Es sind aber trotzdem Konzepte zur Prävention, Intervention sowie zur Nachsorge und Aufarbeitung erforderlich. Diesen Themen widmete sich die Projektgruppe intensiv. Ihr gehörten neben Mitgliedern des Bezirkstags auch Vertreter der Verbände der freien Wohlfahrtspflege sowie Mitarbeitende von Einrichtungen der Behindertenhilfe an.

„Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre gute Zusammenarbeit“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Es sei keineswegs selbstverständlich, dass sich die Projektmitglieder mit dem schwierigen und oft tabuisierten Thema Gewalt so offen und konstruktiv auseinandergesetzt hätten. Mederer: „Die Ergebnisse tragen dazu bei, die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Sinne eines selbstbestimmten Lebens zu achten. Ziel ist es, eine Kultur des Hinschauens und der Reflexion über den Umgang miteinander im Alltag zu leben.“

Handreichung als Informationsquelle

Die Handreichung ist als Informationsquelle und für die konkrete Arbeit gedacht. Eine zentrale Rolle nehmen darin neben Wegen zum Umgang mit Gewalt auch die Möglichkeiten zur Prävention ein. Gleichzeitig gilt es, Beziehungsmuster, Strukturen und Machtgefüge zu hinterfragen, um wirksame Maßnahmen der Gewaltprävention, Intervention und Nachsorge zu etablieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Das Heft richtet sich an die Einrichtungen der Behindertenhilfe für erwachsene Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung in Oberbayern. Die in der Handreichung formulierten Thesen und Fragen sind auch auf andere stationäre, teilstationäre und ambulante Einrichtungen übertragbar.

Kinder und Jugendliche vor Gewalt schützen

Gewalt ist aber nicht nur in Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderungen ein Thema, sondern auch in der Behindertenhilfe für Kinder und Jugendliche. Das Gremium GSV des Bezirks Oberbayern hatte sich deshalb bereits im Jahr 2014 mit Gewaltprävention in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche befasst. Daraus ist ebenfalls eine Handreichung zum Umgang mit Gewalt entstanden.


Der Bezirk Oberbayern empfiehlt beide Handreichungen jedem Team in jeder Einrichtung sowie allen entsprechenden Fach- und Stabsstellen.
Sie können im Kasten Publikationen als PDF heruntergeladen werden.
Die Handreichung zur Gewaltprävention in Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderungen kann auch als gedruckte Broschüre unter Angabe der Stückzahl bestellt werden.

Weitere Informationen für die Medien bei Constanze Mauermayer
Telefon: 089 2198 90011
E-Mail: Constanze.Mauermayer@bezirk-oberbayern.de
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Ansprechpartner/in

Constanze Mauermayer
Pressestelle: Stellvertretende Leitung, Soziales
Telefon: 089 2198-90011
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