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Kategorie: Gesundheit
19.11.2018

„Inklusion macht unsere Gesellschaft stark“

Bezirk Oberbayern vergibt Inklusionspreis 2018: 1. Preis für BASTA - Bündnis für psychisch erkrankte Menschen

Menschen mit und ohne Behinderungen sollen vorurteilsfrei und wertschätzend miteinander umgehen und gemeinsam das gesellschaftliche Leben gestalten. Mit dem Inklusionspreis 2018 zeichnet der Bezirk Oberbayern deshalb drei Initiativen aus, die das Bewusstsein für die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen stärken und für den Abbau von Vorurteilen eintreten. Das Motto der Auslobung lautete: „Ich sehe Dich! Inklusion beginnt im Kopf.“

„Inklusion macht unsere Gesellschaft stark und bereichert das Leben aller Menschen“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer bei der Preisverleihung. Die drei Gewinner förderten den Abbau von Vorurteilen und Berührungsängsten gegenüber Menschen mit Behinderungen. „Sie tragen damit zur gesellschaftlichen Bewusstseinsbildung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention bei.“ Mederer würdigte auch das bürgerschaftliche Engagement der Preisträger. „Sie fördern mit ihrem Einsatz den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“

Der mit 5.000 Euro dotierte 1. Preis geht an BASTA - Das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen (München) für sein Schulprojekt zur Antistigma-Arbeit. Seit 2001 führt BASTA deutschlandweit Aufklärungsseminare in Schulen durch. Ziel ist es, gegen Diskriminierung und Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen zu wirken. Die Initiative ist breit aufgestellt, das heißt, es sind neben Psychiatrie-Erfahrenen auch Angehörige und Psychiatrie-Profis wie Ärzte und Sozialpädagogen beteiligt. Seit seiner Gründung hat das Bündnis mehr als 30.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Die Jury würdigte besonders, dass das Projekt Begegnung und Austausch von Psychiatrie-Erfahrenen mit jungen Menschen ermögliche und damit Bewusstseinsbildung leiste. Weitere Informationen: www.bastagegenstigma.de

Lesen Sie den Bericht “Reden hilft und Zuhören auch“.

PARTicipation – ein Bildungsprogramm von und mit Menschen mit Behinderungen (München) landete auf dem mit 3.000 Euro belohnten 2. Platz. Die Initiative veranstaltet Schulungen und Kurse, um bei Eltern, Fachleuten und Interessierten ein Bewusstsein für Inklusion zu schaffen. Das Motto ist: Hindernisse erkennen – Perspektive wechseln – ein inklusives Bewusstsein entwickeln. Besonders würdigte die Jury, dass sich die Kursteilnehmer und –teilnehmerinnen mit theoretischen Grundlagen zu Inklusion auseinandersetzten. Die Schulungen, die alle Interessierten buchen können, beinhalten neben einem Theorieteil zur UN-BRK auch Übungen zu eigenen Vorurteilen und Stereotypen. Gerade diese selbstreflexive Beschäftigung, so die Jury, unterstreiche das Motto der Initiative: Inklusion beginnt im eigenen Kopf.
Weitere Informationen: www.PARTinklusion.de

Lesen Sie den Bericht “Inklusion bedeutet Teilhabe für Alle“.

Den mit 2.000 Euro dotierten 3. Preis erhalten Radio Regenbogen und Stiftung Attl (beide Landkreis Rosenheim) für ihr gemeinsames Projekt Bürgerradio. Dabei machen Menschen mit Behinderungen, die in der Stiftung Attl leben, Radiosendungen zu vielfältigen Themen wie Arbeit, Sport und Musik. Zu hören sind die Sendungen bei Radio Regenbogen im Südosten Oberbayerns. Ziel ist der Abbau von Barrieren im Kopf und die Bewusstseinsbildung. Durch das Bürgerradio erfährt eine breite Zuhörerschaft vom Leben von Menschen mit Behinderungen, was sie bewegt und welche Wünsche sie haben. Die Bürgerreporter erlernen nicht nur Theorie und Praxis des Radiomachens, sondern vermitteln ihre Lebenswelten an eine breite Zuhörerschaft. „Nicht über uns, sondern von uns“, so die Jury, „ist der Leitsatz für dieses Projekt.“
Weitere Informationen: www.rr-online.de | www.stiftung.attl.de

Lesen Sie den Bericht “Auf Sendung mit Bernd, Michi und Sabrina“.

Die Jury stand vor der schwierigen Aufgabe, aus 50 guten Bewerbungen die
besten herauszufischen. „Wir waren sehr beeindruckt über die vielen hervorragenden und phantasievollen Wege zur Bewusstseinsbildung, die es bereits gibt“, sagte Bezirkstagsvizepräsident Michael Asam, der der Jury vorsaß. Um in die engere Auswahl zu kommen, mussten die Bewerber zahlreiche Kriterien erfüllen. Wichtige Gesichtspunkte waren unter anderem: Zugänglichkeit, Innovation, Übertragbar- und Wirksamkeit.

Folgende sechs Projekte ehrt die Jury mit Anerkennungen:

  • Feuerwehr Neuötting (Landkreis Altötting): für das Projekt Brandschutzaufklärung für Menschen mit besonderem Hilfebedarf. Die Kurse werden in leichter Sprache gehalten. www.neuoetting.feuerwehren.bayern
  • Gemeinsam Mensch e.V. (München): für das Projekt Perspektivwechsel. Menschen mit Behinderungen haben ein Schulungsprogramm für Kinder und Jugendliche konzipiert und tragen damit zur Bewusstseinsbildung bei. www.projekt-perspektivwechsel.de
  • Rolliwelten e.V. (Weilheim-Schongau): für das jährlich durchgeführte Projekt Aktionstag „Inklusion von Anfang an“, das sich als Öffentlichkeitsarbeit für Menschen mit Behinderungen versteht. www.rolliwelten.de
  • TamS Theater (München): für das inklusives Theaterfestival Grenzgänger. Seit neun Jahren bietet das Theater Menschen mit und ohne Beeinträchtigung ein Forum für gemeinsame künstlerische Arbeit. www.tamstheater.de
  • Bildungs- und Erholungsstätte Langau e.V. (Landkreis Weilheim-Schongau): für das Projekt zum Aufbau einer inklusiven Bilderdatenbank, die im Internet abgerufen werden kann. www.langau.de
  • Kulturverein NEA ZOI e.V. (Altötting): für das Projekt RAX DEIN HAX – Die Disco-Tanz-Gemeinschafts-Party. Bei der integrativen Party feiern Jung und Alt sowie Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen.www.neazoi.de
Weitere Informationen für die Medien bei Constanze Mauermayer
Telefon: 089 2198 90011
E-Mail: Constanze.Mauermayer@bezirk-oberbayern.de
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Ansprechpartner/in

Constanze Mauermayer
Pressestelle: Stellvertretende Leitung, Soziales
Telefon: 089 2198-90011
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