Hilfsnavigation

Diese Webseite verwendet Cookies, um dem Betreiber das Sammeln und Analysieren statistischer Daten in anonymisierter Form zu ermöglichen. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, klicken Sie hier bitte auf »Nein«. Weitere Informationen
Start
Schrift vergrößern
Artikel anhören
Leichte Sprache
 
Kategorie: Umwelt
24.10.2017

17 Ideen für die Zukunft der Alpenflüsse

Dialogreihe des Bezirks Oberbayern zum Hotspot-Projekt geht in die dritte Runde

Wie können die Flüsse Lech, Ammer, Isar und Loisach als natürliche Lebensadern mit einer hohen Artenvielfalt erhalten oder wieder in diesen Zustand versetzt werden? Konkrete Projektideen dafür standen im Mittelpunkt des dritten Dialogforums, das am 19. Oktober im Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) im Kloster Benediktbeuern stattgefunden hat.

Mit rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging die Dialogreihe zum Hotspot-Projekt „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“ in die dritte Runde. Michael Asam, stellvertretender Bezirkstagspräsident von Oberbayern, freute sich bei seiner Begrüßung über die rege Beteiligung von Akteuren aus verschiedensten Institutionen und machte klar, wie wichtig das Gespräch zwischen den Beteiligten ist. „Wir können nur gemeinsam etwas für unsere Flüsse erreichen“, hob Asam hervor. Der Dialog zwischen kommunalen Gebietskörperschaften und staatlichen Behörden, Naturschutz-, Landwirtschafts- Sport- und Tourismusverbänden sowie anderen Interessensgruppen ist Kern des auf sechs Jahre angelegten Prozesses. Ziel ist, die Situation der vier Alpenflüsse mit ihren stark gefährdeten Ökosystemen dauerhaft zu verbessern.

Zur Halbzeit des Hotspot-Projekts stellte der Projektleiter Dr. Wolfgang Hug vom koordinierenden Verbundpartner WWF die Broschüre „Es tut sich was“ vor. Sie zeigt zu jedem Fluss Ideen für konkrete Maßnahmen auf, die im Rahmen des Projekts erarbeitet wurden. Ausführlichere Informationen liefert die Langversion der Broschüre „Alles im Fluss“. So sollen am Lech unter anderem technische Lösungen gefunden werden, damit Fische wieder darin wandern können. An der Ammer will man versuchen, alte Flussschleifen wieder anzubinden. Die intensive Freizeitnutzung der Isar soll durch Kooperationen von Naturschutz- und Tourismusvereinen sowie durch ökologische Ausbildungsprogramme in positive Bahnen geleitet werden. Und an der Loisach hat man sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Auwald-Reste zu verbreitern. „Im nächsten Schritt geht es nun darum, die geplanten und begonnenen Maßnahmen umzusetzen“, erklärte Hug.

In ihrem Fachvortrag mit dem Titel „Warum brauchen wir die Wildheit der Flüsse?“ plädierte Dr. Christine Margraf für das Nicht-Eingreifen in die natürlichen Prozesse von Ökosystemen. Würde man Flüsse renaturieren, so die Artenschutzreferentin beim Bund Naturschutz in Bayern, könnten dadurch von selbst neue Lebensräume entstehen. Dr. Luise Schratt-Ehrendorfer vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung an der Universität Wien gab im Rahmen des zweiten Fachvortrags allerdings zu bedenken, dass man je nach Beschaffenheit des Flusssystems „nicht nur zuschauen, sondern dynamisieren“ sollte.

Der interaktive Teil der Veranstaltung lud zur Diskussion der vorgestellten Projektideen für Lech, Ammer, Isar und Loisach ein. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich auszutauschen und für eine weitere aktive Beteiligung anzumelden – hier brachten sich viele mit großem Interesse ein. Informativ und unterhaltsam zugleich war das abschließende Quiz mit fachlichen Fragen zu den Alpenflüssen.

Weitere Informationen zur Dialogreihe des Bezirks Oberbayern finden Sie unter: www.bezirk-oberbayern.de/Hotspot-Alpenflusslandschaften/ 

Weitere Informationen zum Hotspotprojekt und Broschüren zum Download: www.alpenflusslandschaften.de

Über die Dialogreiche "Alpenflüsse - Gestern. Heute. Morgen?"

Die Dialogreihe findet im Projektzeitraum bis 2019 jedes Jahr im Oktober im Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern e. V. (ZUK) statt. Die Veranstaltungen werden vom Bezirk Oberbayern in Kooperation mit dem ZUK und gemeinsam mit weiteren 17 Verbundpartnern des Gesamtprojektes durchgeführt. Das Verbundprojekt „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“, in dessen Rahmen die Dialogreihe stattfindet, wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie mit Mitteln des Bayerischen Naturfonds.

Bildmaterial zum Download

Auf einem Marktplatz wurden 17 Projektideen zu den Alpenflüssen vorgestellt.

Foto: Manfred_Neubauer

Copyright: Bezirk Oberbayern

Download Foto (JPG 1,6 MB)

Bei allen Projekten können Bürgerinnen und Bürger mitmachen. Hier Matthias Luy vom Landesbund für Vogelschutz im Gespräch mit einer Teilnehmerin.

Foto: Manfred_Neubauer

Copyright: Bezirk Oberbayern

Download Foto (JPG 1,4 MB)

von links: Dr. Wolfgang Hug, Leiter des Hotspot-Projekts, der Stellvertretende Bezirkstagspräsident von Oberbayern, Michael Asam, Dr. Luise-Schratt Ehrendorfer vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien und die Artenschutzreferentin vom Bund Naturschutz Bayern, Dr. Christine Margraf.

Foto: Manfred Neubauer

Copyright: Bezirk Oberbayern

Download Foto (JPG 1,3 MB)

Download gesamtes Bildmaterial als zip (ca. 4.2 MB)

zur Ergebnisliste der gesuchten Meldungen nach oben

Ansprechpartner/in

Kerstin Schwabe
Pressestelle: Kultur, Umwelt, Heimatpflege
Telefon: 089 2198-90013
E-Mail schreiben Visitenkarte (vcf, 1kB) Zur Kontaktseite

Publikationen