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Kategorie: Soziales
18.07.2017

Erfolgreicher Einsatz in eigener Sache

Bezirk Oberbayern erhöht Bekleidungshilfen für Menschen mit Behinderungen in stationären Einrichtungen

Es ist ein Erfolg, den sich Bewohnervertreter von stationären Lebenshilfe-Einrichtungen in Oberbayern auf ihre Fahnen schreiben dürfen: Der Sozial- und Gesundheitsausschuss hat in seiner Juni-Sitzung die Erhöhung der Bekleidungshilfen beschlossen. Auslöser war ein Antrag von Bewohnern, die beim Bezirk Oberbayern eine Anpassung des seit 2002 gleich gebliebenen Zuschusses gefordert hatten.

Ein Bewohner und eine Bewohnerin eines Lebenshilfe-Hauses in Ingolstadt trugen ihr Anliegen im Sozialausschuss selbst vor. „Wir wünschen uns eine Erhöhung des Bekleidungs-Geldes“, sagten sie an die Politik gewandt. In der von zahlreichen Bewohnern unterzeichneten, schriftlichen Begründung hieß es weiter: „Im Rahmen der Inklusion fordern wir Gleichberechtigung. Wir möchten die gleiche Möglichkeit wie Andere, uns modebewusst und schick zu kleiden. Gute Qualität hat ihren Preis!“

Der Antrag war für die Sozialverwaltung Anlass, genauer hinzuschauen. Es zeigte sich, dass die Bekleidungshilfe zuletzt bei der Einführung des Euro im Jahr 2002 angepasst worden war – auf monatlich 28,50 Euro (Jahr: 342 Euro). Wenn der Betrag nicht ausreichte, wurde der Mehrbedarf laut dem Rechtsreferat des Bezirks Oberbayern auf Antrag gedeckt.

Die Leistungen der Bekleidungspauschale zählen zur Hilfe zum Lebensunterhalt. Sozialhilfeempfänger, die nicht in Einrichtungen leben, erhalten derzeit monatlich 35,80 Euro (Jahr: 429,60) für Bekleidung und Schuhe. Das sind 8,75 Prozent der Regelbedarfsstufe 1.

Dieser Satz gilt im Bezirk Oberbayern auch für die Bewohner und Bewohnerinnen von stationären Einrichtungen. Sie erhalten ab dem 1. Januar 2018 jährlich ebenfalls 429,60 Euro statt 342 Euro. Entsprechend den nach Alter gestaffelten Regelbedarfsstufen beträgt die Kleiderhilfe für Kinder und Jugendliche künftig
zwischen 450 und 519,36 Euro.

Im Einzelfall macht die Anpassung zwar keine Riesensumme aus, im Haushalt des Bezirks Oberbayern ist die Steigerung jedoch deutlich zu spüren. Ab 2018 steigen die Ausgaben für die Bekleidungshilfe um 25 Prozent auf künftig 5,9 Millionen Euro pro Jahr. Im Jahr 2016 beliefen sich die Ausgaben auf rund 4,7 Millionen Euro.

Eine jährliche dynamische Anpassung der Kleiderpauschale lehnte der Sozialausschuss ab. Das Gremium versprach jedoch, künftig alle drei Jahre die Höhe der Pauschale zu überprüfen.

Weitere Informationen für die Medien bei Constanze Mauermayer
Telefon: 089 2198 90011
E-Mail: Constanze.Mauermayer@bezirk-oberbayern.de
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Constanze Mauermayer
Pressestelle: Stellvertretende Leitung, Soziales
Telefon: 089 2198-90011
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