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Presseeinladung

Sonntag, 07.04.2019, 11 Uhr
Fachberatung Heimatpflege, Michael-Ötschmann-Weg 4, 83671 Benediktbeuern

Faust in Oberbayern

Ausstellung in der Fachberatung Heimatpflege in Benediktbeuern

Faust kennt jeder – denkt man. Vor allem an Goethes „Faust“ haben sich Generationen von Schülern abgearbeitet und die Zitate gehören zum allgemeinen Sprachgebrauch. Dass man dem altbekannten Stoff völlig neue Einsichten abgewinnen kann, beweist die Ausstellung „Faust in Oberbayern. Teufelspakt und Erlösung bei Goethe, Thomas Mann und Klaus Mann“, die in der Fachberatung Heimatpflege in Benediktbeuern zu sehen ist.

Die Ausstellung startet spektakulär mit dem Teufelspakt und der Erlösungsfrage. Erst im Anschluss stellt sie die Frage, wie Goethes Faust, Thomas Manns „Doktor Faustus“ und Klaus Manns „Mephisto“ mit der Problematik umgehen und welche Parallelen es zwischen den Werken gibt. Durch diese originelle Herangehensweise gelingt ein völlig neuer Blick auf den altbekannten Stoff.

Ein besonderer Fokus liegt bei der Ausstellung darauf, welche Oberbayern-Bezüge es in den jeweiligen Faust-Adaptionen gibt. So lebte der historische Faust, der Goethe zu seinem gleichnamigen Werk inspirierte, überwiegend in Süddeutschland und Bayern. Johann Wolfgang von Goethe, der auf seiner Italienreise auch durch Bayern kam, rühmte in seinen Aufzeichnungen unter anderem München und Benediktbeuern. Thomas Mann wiederum lässt Adrian Leverkühn, den Protagonisten seines Romans „Doktor Faustus“, rund zwanzig Jahre lang in Oberbayern wirken – genauer gesagt in Polling bei Weilheim und in München. Und auch bei Klaus Mann lassen sich vielfältige Bezüge zu Oberbayern finden, unter anderem durch seine Jugendzeit in München und Bad Tölz.

Umrahmt wird die ungewöhnliche Ausstellung durch Zeichnungen von Goethe und Max Beckmann, durch Fotos der berühmten Faust-Aufführungen von Peter Stein und durch Ausschnitte aus Verfilmungen von „Doktor Faustus“ und „Mephisto“. Ein weiteres Highlight ist die Präsentation von seltenen und kostbaren Erstdrucken, insbesondere von Thomas Mann.

Auf die Besucher wartet ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen von Ausstellungs-Kurator Dr. Dirk Heißerer und Professor Frido Mann, dem Enkel von Thomas Mann, außerdem eine heitere Lesung von Klaus Wittmann aus dem „Bayerischen Faust“ von Michl Ehbauer.

Die Ausstellung „Faust in Oberbayern“ ist vom 7. April bis 2. Juni in den Räumen der Fachberatung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern im Maierhof des Klosters Benediktbeuern (Michael-Ötschmann-Weg 4) zu sehen. Geöffnet So 11-17 Uhr, Di und Sa 13-17 Uhr. Die Räume sind barrierefrei erreichbar, der Eintritt ist frei. Begleitprogramm unter www.fachberatung-heimatpflege.de.

Weitere Informationen für die Medien bei Kerstin Schwabe
Telefon: 089 2198 90013
E-Mail: Kerstin.Schwabe@bezirk-oberbayern.de

Bildmaterial zum Download

Klaus Maria Brandauer als »Mephisto« in István Szabós Verfilmung des gleichnamigen Romans von Klaus Mann aus dem Jahr 1936.

Copyright: mnfa, Hungarian National Filmarchive

Download Foto (JPG 7,5 MB)

»Himmelsleiter« aus der Faust-Inszenierung von Peter Stein, aufgeführt in Berlin und Wien 2000/2001

Foto: Ruth Walz

Download Foto (JPG 9 MB)

Download gesamtes Bildmaterial als zip (ca. 16.5 MB)

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Ansprechpartner/in

Kerstin Schwabe
Pressestelle: Kultur, Umwelt, Heimatpflege
Telefon: 089 2198-90013
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