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Presseeinladung

Mittwoch, 16.05.2018, 10 Uhr
an der Glonn bei Ebersbach
(siehe Karte in der Meldung)

Bitterlinge und Nasen für die Glonn

Bezirk Oberbayern stellt Artenhilfsmaßnahmen vor

Auf Initiative des Anglerclubs Indersdorf e.V. und der Fischereifachberatung des Bezirks Oberbayern finden am 16.Mai an der Glonn bei Markt Indersdorf im Bereich des Weichser Mooses Artenhilfsmaßnahmen zum Erhalt von bestandsbedrohten Fischarten statt. Bezirkstagspräsident Josef Mederer wird sich einen Überblick über die Maßnahme verschaffen. Ziel der vom Bezirk Oberbayern geförderten Besatzmaßnahmen ist die Wiederansiedlung der seltenen Kleinfischart Bitterling und die Stützung der überregional gefährdeten Population der Flussfischart Nase mit Jungfischen.

Der Bitterling ist wegen seiner außergewöhnlichen „Brutpflege“ biologisch interessant. So legen die Weibchen ihre Eier mittels einer Legeröhre in die Mantelhöhle von Teich- oder Malermuscheln. Im Schutz der Muschel entwickeln sich die Eier dann bis zum Schlupf der jungen Fische.

Karte Glonn Karte zum Treffpunkt an der Glonn
© Google Kartendaten Maps © 2016 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google

Hauptsächlich aufgrund von Verlusten und Beeinträchtigungen ihrer Lebensräume sind in den letzten Jahrzehnten die ehemals dichten Bestände der Fischart Nase in den heimischen Flüssen stark zurückgegangen. Vielfach fehlen geeignete Laichplätze oder Jungfischlebensräume, wie z. B. Seiten- und Altwassersysteme. Erfreulicherweise hält sich in der Glonn noch ein Restbestand an Nasen. Durch den Besatz mit rund 1.500 Stück einjährigen Nasen wird die in der Glonn vorhandene Population gestärkt. Ziel ist es dadurch in den nächsten Jahren wieder einer stabilen, selbstragenden Laichfischbestand aufbauen zu können, der sich auch in weiter flussab- und flussaufwärts gelegene Gewässerstrecken ausbreiten soll.

In der Glonn und den hier befindlichen Altwässern und Seitensystemen gibt es für viele, andernorts z.T. ganz verschwundene Fischarten, wie Nase oder Bitterling sowie für die heimischen Muschelarten noch, bzw. wieder, geeignete Lebensbedingungen. Sehr positiv für die Fischarten und andere Gewässerorganismen wirken die in den letzten Jahren im Gebiet von der Wasserwirtschaft und der Fischerei bereits umgesetzten Maßnahmen zur gewässerökologischen und -strukturellen Aufwertung und zur Herstellung der Durchgängigkeit in der Glonn und ihren Seitengewässern. Von daher bestehen gute Aussichten im gemeinsamen Bemühen um eine erfolgreiche Wiederansiedlung und günstige Bestandsentwicklung von Nase, Bitterling, Muschel & Co.

Dieser Termin ist besonders für Bildberichterstatter geeignet.

Weitere Informationen für die Medien bei Susanne Büllesbach
Telefon: 089 2198 90010
E-Mail: Susanne.Buellesbach@bezirk-oberbayern.de
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Ansprechpartner/in

Susanne Büllesbach
Leiterin der Presse- und Informationsstelle
Telefon: 089 2198-90010
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