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Presseeinladung

Sonntag, 05.11.2017 bis Sonntag, 17.12.2017
Fachberatung Heimatpflege, Michael-Ötschmann-Weg 4, 83671 Benediktbeuern

Welthits aus Benediktbeuern

Ausstellung "Carl Orff und die Carmina Burana"

80 Jahre nach der Uraufführung der Carmina Burana von Carl Orff beleuchtet eine Ausstellung in der Fachberatung Heimatpflege die Herkunft, Entstehung und Nachwirkung des bekannten Chorwerks. Die Ausstellung wird vom 5. November bis 17. Dezember in Benediktbeuern gezeigt.

Orffs Carmina Burana gehören zu den populärsten Chorwerken der klassischen Musik. Ihnen zugrunde liegt eine Auswahl aus rund 250 Gedichten und Liedern, die im 12. und 13. Jahrhundert in verschiedenen Teilen Europas entstanden sind und – wie man heute weiß – in Kärnten zusammengetragen wurden. Von ihrer Existenz erfuhr man jedoch erst 1803, als sie in der berühmten Bibliothek des Klosters Benediktbeuern entdeckt wurden. Wie die wenig klösterlichen Texte dorthin gelangt sind, ist bis heute ein Rätsel. Ihr Inhalt ist eher weltlich-erotischer Natur.

Nach dem Fund kam die mittelalterliche Handschrift nach München in die Bayerische Staatsbibliothek, wo sie sich noch heute befindet. Johann Andreas Schmeller, bekannt als Herausgeber des Bayerischen Wörterbuchs, veröffentlichte sie 1847 – leicht zensiert – unter dem Titel „Carmina Burana“. Er hat sie damit nach ihrem Fundort benannt als „Beurer Lieder“ oder „Lieder aus Benediktbeuern“. Auf diese Gesamtausgabe von Schmeller stieß Orff knapp 90 Jahre später in einem Antiquariatskatalog. Gemeinsam mit dem Studenten Michael Hofmann wählte er Texte daraus aus und stellte sie zu einem Libretto für seine Carmina Burana zusammen.

Neben dem pädagogischen Konzept des Orff-Schulwerks waren es vor allem die Carmina Burana, mit denen Orff Weltruhm erlangte. Zugleich gilt er bis heute als der „bairischste“ aller Komponisten – sowohl was die Herkunft anbelangt als auch wegen seiner Sprache und regionalen Verwurzelung: Geboren 1895 in München, später in Dießen am Ammersee daheim, befindet sich sein Grab in der Klosterkirche in Andechs.

Es ist nicht nur der Klang der Sprache, die der bayerischen Heimat ein Denkmal setzt – beispielsweise in seinen Märchenopern Der Mond und Die Kluge oder ganz explizit in seinem Historienstück Die Bernauerin. Wer in Anbetracht der oberbayerischen Voralpenlandschaft das O Fortuna – den Auftakt und Schluss der Carmina Burana – hört, verspürt ganz unweigerlich, dass die Musik ein „Soundtrack“ dieser Region ist, dass sie die Schönheit und Dramatik der Landschaft unterstreicht, von der sie zugleich tief inspiriert ist.

Die von dem Kulturschaffenden Stefan König kuratierte Ausstellung widmet sich der Entstehungsgeschichte der Komposition, dem Leben Orffs und dem politischen Umfeld zu jener Zeit sowie der Wirkung des Werkes bis heute. Eine gute Gelegenheit, den Klassik-Welthit Carmina Burana besser kennen und vielleicht ganz neu hören zu lernen – und das an einem Ort, der historisch so eng damit verbunden ist.

Carl Orff und die Carmina Burana
Vernissage: 5. November 2017, 17 Uhr
Ausstellung: bis 17. Dezember 2017

Begleitprogramm:

  • Fr. 10.11.2017 17:30 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit Kurator Stefan König. Eintritt frei.
    Der Kurator steht bereits ab 16.00 Uhr für Fragen der Besucher zur Verfügung.
  • Fr. 10.11.2017 18:30 Uhr: Die Carmina Burana in einer Fassung für Orgel,
    mit einem Vortrag von Dr. Thomas Rösch, Leiter des Orff-Zentrums München,
    Organist: Johannes Berger
    Marienkirche Benediktbeuern, Dorfplatz 4, 83671 Benediktbeuern. Eintritt frei
  • Sa. 16.12.2017 09:00 – 19:00 Uhr: Theaterworkshop für Amateurschauspieler
    zu Carl Orffs Weihnachtsspiel Ludus de nato Infante mirificus. Referent: Johannes Schindlbeck,
    Orff-Zentrum MünchenZentrum für Umwelt und Kultur (ZUK), DBU-Saal, Zeilerweg 2, 83671 Benediktbeuern.
    Gebühr 18 Euro, Anmeldung über info@fachberatung-heimatpflege.de



Weitere Informationen für die Medien bei Kerstin Schwabe
Telefon: 089 2198 90013
E-Mail: Kerstin.Schwabe@bezirk-oberbayern.de

Bildmaterial zum Download

Carl Orff und seine berühmteste Komposition - die Carmina Burana

Foto: Karl Alliger

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Ansprechpartner/in

Kerstin Schwabe
Pressestelle: Kultur, Umwelt, Heimatpflege
Telefon: 089 2198-90013
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und Sonntag:                   11 bis 16 Uhr

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Der Eintritt ist frei.