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Kategorie: Gesundheit

Donnerstag, 26.10.2017, 16:57 Uhr

„Lebensmut. Stärker als Sucht“

Bezirkstagspräsident Mederer gratulierte dem Therapieverbund Sucht München zum 30-jährigen Bestehen

Selbsthilfe fördern, Angebote und Akteure besser vernetzen und noch mehr präventiv arbeiten: Das wünschten sich Vertreter aus Medizin, Suchthilfe und Politik anlässlich der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Caritas-Therapieverbunds Sucht München (TVS) am 25. Oktober. „Jeder Drogentote ist einer zu viel“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer in seinem Grußwort. Er appellierte an alle Akteure „bereit zu sein für ungewöhnliche Wege, um die Angebote der Suchthilfe gezielt weiterentwickeln“.

Der Therapieverbund Sucht München der Caritas wurde 1987 gegründet. Er besteht aus mehreren Fachambulanzen mit unterschiedlichen Schwerpunkten - unter anderem für junge Suchtkranke, Essstörungen, erwachsene Suchtkranke - und einer Tagesklinik. Bezirkstagspräsident Mederer gratulierte dem Therapieverbund zum Jubiläum für seine hervorragende Arbeit in der Suchthilfe. Spezialisierte Angebote etwa für Cannabis-Konsumenten wie bei der Fachambulanz für junge Suchtkranke oder dem kbo-Isar-Amper-Klinikum seien unverzichtbar. Grundsätzlich sei es ein „Gebot der Menschlichkeit, suchtkranken Menschen die passende Hilfe anzubieten – in der Hoffnung, dass sie so einen Ausweg aus ihrer Notlage finden“. 

Mederer bedauerte, dass die Debatte über Suchthilfe und insbesondere illegale Drogen oft sehr emotional geführt werde. Der Bezirk gehe als überörtlicher Sozialhilfeträger in der Suchthilfe auch ungewöhnliche Wege. Mederer hatte beispielsweise in seiner Funktion als Präsident des Bayerischen Bezirketags „Rückzugsräume“ für schwerstabhängige Drogenkonsumenten in München und Nürnberg gefordert. Diese Räume seien als niedrigschwellige Hilfe eine Chance zum Einstieg in den Ausstieg und könnten Leben retten.  

Das gelte auch für den Einsatz von Naloxon in der Notfallhilfe. Der Arzneistoff hebt die Wirkung von Opiaten auf und kann bei Überdosierungen lebensrettend sein. Der Bezirkstagspräsident begrüßte, „dass Bayerische Landtag grünes Licht für ein bayernweites Modellprojekt gegeben hat, um die Wirksamkeit von Naloxon als Inhalat zu untersuchen.“

Caritasvorstand Georg Falterbaum dankte dem Bezirk Oberbayern für die gute Zusammenarbeit und die Förderung der Angebote. „Ich bin froh, dass wir im Bezirk Oberbayern einen guten und innovativen Kooperationspartner haben, um die Angebote in der Suchthilfe zeitgemäß weiterzuentwickeln“, sagte Falterbaum. Mit seinen vielfältigen und hoch spezialisierten Angeboten für unterschiedliche Suchtprobleme orientiere sich der Therapieverbund Sucht an den aktuellen Risiken und Problemen. Er stärke Betroffene in ihrem oft lebenslangen Kampf gegen die Sucht und ermutigten sie, ihr Leben zu gestalten, statt es von der Sucht bestimmen zu lassen – ganz im Sinne des TVS-Slogans „Lebensmut. Stärker als Sucht“. Weitere Informationen unter: www.staerker-als-sucht.de

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